HWK-M├╝nchen gibt Tipps f├╝r den Schutz von Erfindungen per Patent

Die Handwerkskammer M├╝nchen hielt am 23. Oktober eine kostenlose Informationsveranstaltung zum Thema ÔÇťPatente, Gebrauchsmuster und MarkenÔÇŁ ab. Referenten von unterschiedlichen Einrichtungen gaben den interessierten Zuh├Ârern n├╝tzliche Tipps.

Etwas Bahnbrechendes zu erfinden, das jeder braucht und das es noch nicht gibt - davon hat wohl jeder schon einmal getr├Ąumt. Beispiele daf├╝r, dass eine kleine Erfindung schon zu lebenslangem Reichtum f├╝hren kann, gibt es gen├╝gend. Man denke nur an Elias Howe, der den Rei├čverschluss erfand und innerhalb weniger Jahre ein beachtliches Verm├Âgen ansammelte. Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht, denn allein durch die Erfindung wird man nicht reich. Nach dem erfolgreichen Erfinden stellt sich n├Ąmlich schon bald die Frage, wie man denn verhindern kann, dass gleich der N├Ąchstbeste um die Ecke kommt und die Erfindung nachmacht.

Patent- und Markenrecht sch├╝tzen den Erfinder vor Nachahmern

Wer etwas erfunden hat, kann eine Patentanmeldung beim Patentamt einreichen und damit sicherstellen, dass diese Idee von niemandem mehr unter eigenem Namen ver├Âffentlicht werden kann. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn prinzipiell gilt die Nachahmungsfreiheit. Das bedeutet, solange eine Idee nicht patentiert ist, kann jeder zum Patentamt gehen und sie auf seinen Namen eintragen lassen. ├ähnlich war es tats├Ąchlich auch beim Rei├čverschluss. Die Erfindung stammte nicht allein von Elias Howe, sondern war eine Gemeinschaftsproduktion mehrerer Erfinder. Letztlich war es aber Howe, der den Rei├čverschluss auf seinen Namen patentieren lie├č. An solchen Beispielen wird schnell deutlich, wie wichtig der gesetzliche Schutz von Ideen sein kann.

Schutz f├╝r Ideen, Erfindungen und Marken

Es sind auch nicht blo├č Erfindungen, die gesetzlich gesch├╝tzt werden. Auch Marken und Gebrauchsmuster kann man auf seinen Namen eintragen lassen. W├Ąhrend wohl jeder ungef├Ąhr wei├č, was eine Marke ist, kennen den Begriff des Gebrauchsmusters nur wenige. Ein Gebrauchsmuster kann statt einem Patent f├╝r eine Erfindung erteilt werden. Es steht nach seinem Schutzgrad eine Stufe unter dem Patent und umfasst die Registrierung der Erfindung auf den Namen des Erfinders. In einigen Bundesl├Ąndern gibt es allerdings kein Gebrauchsmustergesetz. Wer etwas erfunden hat und das Ergebnis umfassend sch├╝tzen will, sollte dies also besser nach dem Patentrecht machen.

HWK-M├╝nchen veranstaltet kostenlosen Informationsabend

Wie dies h├Ąufig der Fall ist, sind die genauen Bestimmungen zum Patent- und Markenrecht ├Ąu├čerst kompliziert und teilweise unverst├Ąndlich. Die Handelskammer M├╝nchen veranstaltete daher Mitte des letzten Monats einen Informationstag zum Thema "Patente, Gebrauchsmuster und Marken". Vertreter mehrerer bekannter Institutionen wurden als Referenten eingeladen und erkl├Ąrten unter anderem, wie ein Patent angemeldet werden muss. Die Veranstaltung gab auch Aufschluss dar├╝ber, wie man als Laie ermitteln kann, ob f├╝r eine bestimmte Idee bereits ein Patentschutz gew├Ąhrt wird. Die Experten verrieten zudem hilfreiche Tipps, welche F├Ârderungsm├Âglichkeiten sich f├╝r einen "Erfinder" anbieten und wie man ein gesch├╝tztes Produkt m├Âglichst effektiv vermarkten kann.

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